Sonntag, 3. September 2017

Töte mich - Amélie Nothomb

Ein wundervolles Buch! Eine Geschichte, die mit witzigen und geistreichen, cleveren Dialogen punktet, mit einer simplen aber doch spannenden Handlung, mit verschiedenen Charakteren und einer grandiosen Psychologie im Hintergrund. Klasse. Wunderbar. Hat mir so gut gefallen! Für mich das erste Buch der Autorin und ganz mit Sicherheit nicht das Letzte. Da fängt wohl eine kleine Liebe an... Ich fand es unglaublich toll, wie die Autorin mit wenigen Worten eine Kulisse erschafft, eine Atmosphäre, ein Gefühl für den Charakter, den wir hier begleiten und wie gut sie seine Gedankengänge beschreibt. Für mich ein sehr besonderes Buch, welches ich nur empfehlen kann. Dazu kurzweilig, witzig und spannend - eine sehr schöne Mischung. Ein bisschen makaber sogar, was ich sehr mag. Tolle Lektüre, für die ich nur zwei Tage gebraucht habe. Sie ist ja auch nicht sehr lang, dafür aber wirklich gut.

Freitag, 1. September 2017

Ich bin böse - Ali Land

Ein richtig grandioser Thriller, der einen mitreißt, die Spannung von Anfang bis Ende hält, Einblicke in eine derbe Psyche gibt und mit Handlung überrascht.
Die Charaktere in diesem Buch sind wirklich toll. Vielseitig und authentisch. Ein Thriller, der ohne große Cliffhanger auskommt, weil die Handlung an sich schon so spannend ist, dass man sich voll davon eingenommen fühlt.
Ich habe das Buch gerne gelesen, ja fast genossen, wenn das nicht so seltsam klingen würde, bei so einer Thematik. Aber es war so. Ein Genuss. Ein richtig guter Psychothriller, der sein Versprechen absolut hält. Ich liebe Bücher, die die menschliche Psyche beleuchten und aufzeigen, was aus Menschen wird, die Schreckliches erlebt haben. Eine absolute Empfehlung von mir.

Mittwoch, 30. August 2017

Der Club - Takis Würger

Der Roman kam mir zu Anfang leider spannender vor als mittendrin und mich hat die Tante Alex und das, was sie verbirgt, mehr interessiert, als der eigentliche Fall im Pitt Club, wegen dem Hans Stichler an die Universität kommt.
Ich fand, dass Würger durchaus Talent zur Charaktererschaffung hat, was man gerade bei Alex gemerkt hat und auch der ein oder anderen Person in dem Buch, aus deren Perspektive wir hier lesen dürfen. Insgesamt fand ich jede Perspektive für sich interessant, die eine mehr, die andere weniger. Man spürte die Unterschiede der Menschen, aber gleichzeitig hatte jede Sicht und somit jedes Kapitel eine leicht bedrückte sowie seltsame Stimmung. Irgendwie war man immer etwas fad und immer etwas auf der Hut. Es war eine mir nicht bekannte Atmosphäre, die dieses Buch für mich ausstrahlte, aber genau das kann man positiv anmerken, da das Buch zumindest eine Atmosphäre vermitteln konnte und somit eine Dichte hatte. Wenn man die Thematik des Buches mag (Kriminalfälle, Boxen, etc.), dann wird man mit diesem Buch Eins werden können, praktisch zerfließen. Dies konnte ich nicht zur Gänze, aber ich hatte eine leise Ahnung davon verspürt und das war sehr spannend.
Letztendlich fand ich mich mit der Thematik nicht ganz zurecht und auch mit den Charakteren konnte ich in den meisten Fällen nicht sonderlich sympathisieren, aber es war ein gutes Buch, das man durchaus lesen kann, wenn einem der Sinn danach steht. Ich bin aber der Überzeugung, dass da noch Luft nach oben besteht. Bin gespannt, was Würger noch so auf den Markt bringen wird.

Dienstag, 29. August 2017

Babydoll - Hollie Overton

Ein sehr guter Roman mit Thrillerelementen, der auf eine angenehme Weise turbulent ist, sehr spannend und sehr intensiv in manchen Momenten. Man fiebert mit, man fühlt mit, man ist total in der Geschichte gefangen und die Charaktere halten einen einfach immer bei der Stange. Diese sind sehr unterschiedlich, interessant und vielseitig gestaltet und beleuchtet. Sehr schöne Arbeit der Autorin. Auch der Schreibstil ist sehr gut, schön zu lesen, spannend.
Die Ausgangslage des Romans ist auch äußerst spannend und bietet viel Konfliktpotenzial, welches auch genutzt wurde. Auf eine gute Art. Im Grunde genommen bin ich sehr begeistert von dem Buch und kann nicht mehr dazu sagen, als dass man es lesen sollte, wenn man sich auch nur annähernd für das Genre oder die Gegebenheiten der Handlung interessiert. Es ist klasse.

Weißer Oleander - Janet Fitch

Die Verfilmung zu diesem Buch begleitet mich seit dem ich elf Jahre alt bin (bin nun 26) und ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Die Geschichte war mir vor dem Lesen dieses Buches also bekannt, allerdings wusste ich auch, dass es im Buch noch ganz viel mehr zu erfahren gibt, da der Film natürlich nicht alle Szenen beinhalten konnte.
Was ich an diesem Buch ganz besonders finde, ist die Beziehung zwischen Astrid und Mutter Ingrid, während diese im Gefängnis wegen Mordes an ihrem Liebhaber einsitzt. Astrid geht durch einige Pflegefamilien und erlebt in jeder so einiges, was sie prägt. Interessant ist, wie sehr Astrid auf ihre Mutter fixiert war und es auch mit der Zeit immer noch ist, trotz der Trennung. Spannend zu lesen, wie sie dazu kommt, ihre eigenen Gedanken zu denken und die ihrer Mutter in Frage zu stellen. Wie sie Stück für Stück zu einem Individuum wird, bemerkt, dass sie eigentlich eines ist.
Die Charaktere sind das Meisterstück dieses Buches und überstrahlen die tolle Handlung um Längen. Für mich ist dieses Buch perfekt. Es ist gekonnt poetisch an einigen Stellen, detailreich geschrieben, aber nie zu genau oder zu ausschweifend, charakteristisch eine absolute Glanzleistung und einfach mitunter das beste Buch, welches ich je gelesen habe. Wenn man mal etwas literarisch Hochwertiges lesen möchte, das einen berührt, schockiert, mitreißt, von der eigenen Realität entfernt und gleichzeitig auch unterhält, der sollte zu diesem Buch greifen, weil es unfassbar genial ist. Ein Geniestreich.

Freitag, 25. August 2017

Was andere Menschen Liebe nennen - David Levithan

Dieses Buch war für mich okay, aber leider nicht mehr als das. Der Schreibstil war ganz schön und gerade zu Anfang war für mich auch die Handlung noch sehr interessant. Ich muss aber leider sagen, dass ich trotz der relativ gut ausgearbeiteten Charaktere, nichts mit der Handlung anfangen konnte. Es ging in eine Richtung, die meiner Meinung nach nicht zum Cover passt. Ich hätte mir hiervon etwas völlig anderes versprochen. Vielleicht beeinflusst dies meine Meinung. Leider war der Handlungsverlauf für mich zunehmend langweiliger geworden. Obwohl so einiges passierte, konnte mich das Ganze einfach nicht packen. War wohl nicht mein Buch. Dennoch würde ich grundsätzlich nicht davon abraten. Man sollte sich aber eben auf eine Jagd nach der Auflösung eines Fluches gefasst machen und nicht auf eine Geschichte, die dem Titel entspricht oder Ähnliches.

Donnerstag, 24. August 2017

Fight Club - Chuck Palahniuk

Ich kannte den Film nicht, als ich nun dieses Buch las und trotzdem war mir die Thematik des Buches bekannt. Man hat in der Vergangenheit unglaublich viel dazu gehört und somit war es für mich nichts Neues und es gab nicht viel, was mich in diesem Buch überraschen konnte.
Dennoch war es an sich ganz spannend. Was mir gefallen hat, war der Schreibstil. Was mir genau daran aber auch nicht gefallen hat, war, dass Palahniuk immer wieder Sätze wiederholt. Er sagt ständig Dinge zweimal und zwar im selben Wortlaut, direkt hintereinander. Mir ist durchaus bewusst, dass dies vielleicht eine gewisse Nachdrücklichkeit haben sollte oder irgendeinen anderen vom Autor gewünschten Effekt, aber für mich hatte dieses Stilmittel nur einen einzigen: Es war nervig.
Ansonsten kann ich aber nichts Negatives zu diesem Buch anmerken. Es war ganz interessant, ganz gut geschrieben, ziemlich spannend, aber für mich leider nicht herausragend vom Unterhaltungswert her. Das Setting und die Menschen in der Story waren spannend und gerade der Einstieg in die Geschichte machte mich wirklich sehr neugierig. Es ist ein eigensinniges Buch und unterscheidet sich tatsächlich von einigen anderen, was ich hoch anrechnen kann. Palahniuk scheint auch an sich ein guter Schriftsteller zu sein. Ich bin nicht abgeneigt, weitere Werke von ihm zu lesen. Da ich hier leider nur volle Sterne ankreuzen kann, gebe ich dem ganzen 3, auch wenn es für mich definitiv 3,5 sind. Da es mich aber nun vom Persönlichen her nicht vom Hocker reißen konnte, kann ich auch keine 4 geben. Dennoch ein gutes Werk, dass man mal lesen sollte, wenn man sich für gewissen Aspekte der Psychologie oder auch der Spannungsliteratur in höherer literarischer Form interessiert.