Dienstag, 16. September 2014

Jenseits aller Grenzen {Film Review}


Titel: Jenseits aller Grenzen
Originaltitel: Beyond Borders
Hauptdarsteller: Angelina Jolie, Clive Owen, Teri Polo, 
Genre: Drama, Liebesfilm
FSK: 12
Spieldauer: 122 Minuten
Studio: CIC Video/Paramount Home Ent.
DVD-Preis: 10,76€
Blu-ray-Preis: 15,03€ & 25,99€ (nur IT Import)

Erscheinungstermin: 09. September 2004





Sarah Jordan (Angelina Jolie) ist mit dem wohlhabenden Industriellen Henry Bauford (Linus Roache) verheiratet. Nick Callahan (Clive Owen) ist Medizin-Student und engagiert sich als Entwicklungshelfer in Afrika. Sarah entwickelt nach einem schockierenden Erlebnis auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung ihren Sinn für tatkräftige Hilfeleistung. Sie fängt an, das Team um Nick zu begleiten, der zunächst in Äthiopien als Arzt Entwicklungshilfe leistet. Sarah erweist sich als wirkungsvolle Unterstützerin für die gute Sache, verlässt aber dennoch das Camp, nachdem es zu Meinungsverschiedenheiten gekommen ist. Das hält sie aber nicht davon ab, auch zukünftig gegen das Leid in Entwicklungsländern zu kämpfen. Dabei trifft sie immer wieder auf Nick...

Angelina Jolie als Hungershelferin in Afrika. Ein Mann, Nick, der alles für die Menschen dort tut und sein eigenes Leben für sie ständig in Gefahr bringt. Eine Liebesgeschichte, die unter die Haut geht und noch viel tiefer. Bilder, die durch Mark und Bein gehen, Gänsehaut hinterlassen, weinende Augen. So viel Leid in der Welt, das wir einfach ignorieren. Wir, mit unseren Luxusproblemen. Die Ausmaße des Lebens in Afrika und anderswo, werden durch diesen Film bereits in den ersten zwanzig Minuten übertragen und bilden einen Kloß in unserem Hals. Doch wie es immer ist, vergessen wir all den Schrecken und das Leid, das wir sahen und spürten, sobald der Abspann läuft. Aber es ist nicht vorbei. Für diese Menschen geht das Elend weiter, wenn unser Film zu Ende ist und für uns ist es oftmals nicht möglich, das zu verstehen. Können wir uns wirklich vorstellen, wie es ist, so zu leben? Zu hungern? Schmerzen zu leiden und nichts dagegen tun zu können, weil keine Apotheke an der nächsten Ecke ist? Dieser Film könnte die Welt verändern, ich frage mich nur, wieso seit dem Erscheinungsjahr höchstens noch viel schlimmer geworden ist.
Diesen Film darf man nicht verpassen, denn selbst wenn man sein luxuriöses Leben nach den zwei Stunden wieder weiterlebt, wird er etwas in dem Zuschauer verändert haben. Und wenn es nur ein noch so kleines Detail ist. Ich glaube, wäre man vor Ort, könnte man nicht mehr einfach gehen und vergessen, wie wir den Film einfach ausschalten. Man würde immer wieder zurückwollen und helfen, weil es real wurde, real für unseren Verstand, für unser Gefühl. Sobald wir das Leid mit eigenen Augen gesehen haben, in Wirklichkeit, müssen wir dort sein und helfen. Denn wir könnten es nicht ertragen, wegzusehen und wegzugehen und diese Menschen im Stich zu lassen. Wo wir doch so viel mehr tun könnten. Alle sollten wir einmal dort sein, um zu verstehen, dass wir helfen sollten und um zu verstehen, dass es uns gut geht. Uns geht es hier allen gut. 


Story: 5/5
Atmosphäre: 5/5
Schauspiel: 5/5
Schauplatz: 5/5
Synchronisation: 5/5
Ideenreichtum: 5/5
Emotionen: 4,5/5
Spannung: 4,5/5
Tiefgründigkeit: 4,5/5

Bildungswert: 4,5/5 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen