Donnerstag, 18. September 2014

Labor Day {Film Review}


Titel: Labor Day
Originaltitel: Labor Day
Hauptdarsteller: Kate Winslet, Josh Brolin, Clark Gregg
Genre: Drama, Liebesfilm
FSK: 6
Spieldauer: 108 Minuten
Studio: Paramount
DVD-Preis: 16,99€
Blu-ray-Preis: 19,99€
Erscheinungstermin: 18. September 2014 



                                                         

Die alleinerziehende Mutter Adele wird von dem verletzten Fremden Frank gezwungen ihn mit in ihr Zuhause zu nehmen und dort zu verstecken.  Es wird klar, dass Franks Verletzung vom Sprung aus dem Gefängniskrankenhaus stammt – der Mann entpuppt sich als ein zu 18 Jahren Haft verurteilter Mörder auf der Flucht vor der Polizei.
Zwischen Adele und ihrem ungebetenen Gast entwickelt sich jedoch schon bald eine besondere Beziehung, aus der bald Liebe wird. Auch Henry akzeptiert Frank als eine Art Ersatzvater. Franks Versteck aber lässt sich nicht lange geheim halten.


Dieser Film hat mich traurig gemacht. Und doch schwang die ganze Zeit über ein Funken Hoffnung mit. Ich habe den Film angeschaltet, ohne im Wissen darüber zu sein, dass es die Buchverfilmung zu 'Der Duft des Sommers' von Joyce Maynard ist, ein Buch, welches ich schon seit längerer Zeit lesen wollte. Nun kam der Film dazwischen und ich war selten so froh darüber. 
Diese Geschichte ist nicht nur unglaublich lesenswert, sondern auch sehr schön anzusehen. Die Atmosphäre der Situation wird im Film sehr gut rübergebracht. Man spürt sogleich die Angst, die Adele begleitet, als sie auf den höflichen, aber doch sehr direkten Frank trifft, der ihren Sohn dazu benutzt, von ihnen mit nach Hause genommen zu werden.
Adele bleibt keine Wahl, sie muss den Fremden mitnehmen und hat große Angst um ihren Sohn und sich selbst. Doch wie sich ganz schnell herausstellt, ist Frank zwar ein Sträfling auf der Flucht, der sogar wegen Mordes verurteilt wurde, aber wirklich freundlich und gar nicht darauf bedacht, den beiden auch nur in irgendeiner erdenklichen Form etwas anzutun. 
So kommt es, dass er über ein Feiertagswochenende in Adeles Haus untertauchen muss, da in dieser Zeit keine Züge fahren, mit denen er von hier verschwinden kann. In diesen Tagen verlieben sich Frank und Adele ineinander und auch wenn Adeles Sohn Henry der Sache zuerst skeptisch gegenübersteht, sieht er in dem Flüchtling so etwas wie einen Vater.
Die kleine Familie möchte sich nicht von Frank trennen und schmiedet gemeinsam einen Plan zur Flucht.

Dieser Film hat mich tief berührt und mir wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, um die Liebe zu kämpfen. Dass man zwar etwas verlieren kann, aber immer wieder die Chance hat, es zurückzugewinnen, vielleicht nicht sofort und vielleicht nicht in gleicher Form. Aber man soll die Hoffnung auf das Glück immer in sich bewahren. In schweren Zeiten wird dir genau das helfen, sie zu überstehen, durchzuhalten, dich nicht selbst aufzugeben, weil der Kummer an dir zehrt.
Die Altersbeschränkung liegt bei sechs Jahren, was daran liegt, dass es keine blutigen, gewalttätigen oder ähnliche Inhalte gibt. Jedoch würde ich sagen, dass man unter sechzehn Jahren kein wirkliches Gefühl für diesen Film aufbringen kann. Gerne können aber auch die jüngeren Leser meines Blogs dieses Meisterwerk ansehen und sich davon begeistern lassen. 
Die Schauspieler haben die Emotionen sehr gut auf den Zuschauer übertragen und man fühlte die ganze Zeit über diese Beklemmung, die Adele in sich trug. Eine Mischung aus Angst, Hoffnung, Liebe und Verzweiflung. Kate Winslet hat hier für mich eine ihrer besten Rollen verkörpert. Den Darsteller von Frank habe ich zuvor noch nicht gekannt - jedenfalls nicht bewusst - aber er hat mich von der ersten Sekunde an überzeugt. Sein Auftreten war gleichzeitig beängstigend und wohlbehütend. Man wusste zuerst nicht, welcher Aspekt überwiegt. Es war ein wirklich tolles und authentisches Schauspiel, das mir sicher noch länger im Gedächtnis bleiben wird.
Auch der junge Darsteller von Henry war wirklich super. Ich finde es immer wieder toll zu sehen, wie glaubwürdig Kinder in ihrem Alter schon sein können und dieser junge Mann hat seine Rolle sehr gut gespielt. 
Insgesamt fühlte man sich immer vor Ort und dass ein Film einen gefühlsmäßig so einnimmt, habe ich bisher noch nicht allzu oft erlebt. Dieser gehört zu den besten, die ich gesehen habe. Und ich habe viele gesehen.
Für mich war dies jedenfalls ein Film, den ich mir gerne noch ein weiteres Mal ansehe, weswegen ich ihn mir womöglich schon ganz bald nach Hause holen werde.


Story: 4,5/5
Atmosphäre: 5/5
Schauspiel: 5/5
Schauplatz: 4/5
Synchronisation: 5/5
Ideenreichtum: 4,5/5
Emotionen: 4/5
Spannung: 4,5/5
Tiefgründigkeit: 4/5
Bildungswert: 4/5 





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