Freitag, 9. Januar 2015

Blackbird - Anna Carey {Buchrezension}

Titel: Blackbird
Originaltitel: Blackbird
Autor: Anna Carey
Verlag: cbt Verlag
Seitenzahl: 352 Seiten
Genre: Jugendthriller
Gebundene Ausgabe: 16,99€
E-Book-Ausgabe: 13,99€
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Erscheinungsdatum: November 2014

Du wachst auf dem Bahnhof in Los Angeles auf, mitten auf den Gleisen und du kannst dich nicht bewegen, du weißt nicht, wer du bist und schon gar nicht, wie du hierher kommst... Finde es heraus, falls du solange überlebst.
Dieses Buch wird hoch angepriesen, als atemberaubend spannend und nervenaufreibend bezeichnet und rein von der Story aus betrachtet und der Idee dahinter, mag das vielleicht sogar zutreffen. Allerdings ist der Schreibstil nicht für jeden ein Reiz. Es wird in der noch ziemlich unbekannten Du-Fassung verfasst, welches den Leser insofern direkt anspricht, dass er sich selbst als die Hauptperson ansehen sollte. Leider konnte dieses Feeling so gar nicht auf mich übergreifen und am Ende unterschied sich weder der Stil, noch der allgemeine Text, wirklich von anderen Büchern aus dem Genre. Das Ganze ließ mich unberührt und ich fieberte bis auf die letzten 50 Seiten eigentlich kaum mit. Es gab zwar immer diesen kleinen Funken Interesse daran, wie die Geschichte weitergeht und endet und was es mit dem Ganzen auf sich hat, aber letztendlich hielt das die Langeweile nicht in Schach. Sie strömte weiterhin auf mich ein und das Buch konnte mich somit leider nicht begeistern.
Einige Details der Geschichte waren auch wirklich nichts Neues. Bei der Auflösung einer gewissen Sache denkt man sich im ersten Moment vielleicht noch 'Oh, Scheiße!', aber schon beim nächsten Atemzug fällt einem auf, dass es irgendwie klar war, dass es so enden wird, weil es einfach so gut wie immer so ist. Ausgelutscht, Hauptsache auf Dramatik gebaut, nur leider... hat es nichts gebracht.
Ich hatte weder einen wirklichen Bezug zu den Figuren gehabt, noch hat mich das Leben von ihnen sonderlich interessiert. Es gab hin und wieder Charakterzüge, die wirklich toll waren, aber leider blieben die Hauptfiguren daneben ziemlich blass, worauf doch eigentlich der Fokus liegen sollte.
Die Hauptperson in diesem Buch weiß nichts über sich und vielleicht sollte man das in irgendeiner Form berücksichtigen, aber gerade dann, wenn die Person selbst nichts über sich sagen kann, weil ihr Gedächtnis verschwunden ist, kann man doch zumindest innerhalb der Geschichte immer mal wieder Besonderheiten einfließen lassen, die diese Person, die wir hier begleiten, authentisch werden lassen, die ihr irgendwie Leben einhauchen. Für mich war gerade die Hauptprotagonistin austauschbar und das ist eigentlich immer ein fettes Minus, wenn es um Romane aller Art geht. Das Mitgefühl bleibt aus, es könnte jeder sein und jeden kennen wir eben nicht. Und zu Leuten, die wir nicht kennen, haben wir keinen emotionalen Bezug. Schade, aber dieser Thriller konnte meinen Puls leider nicht zum höher schlagen anregen, bis auf ein zwei kleine Aktionen innerhalb der Geschichte, bei denen ich mir wirklich dachte: Na, das ist doch mal was! Leider reichen zwei Seiten von über 300 da aber nicht aus, um ein Buch als gut zu deklarieren.
Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 3/5
Umsetzung: 2/5
Sprache: 2/5
Charaktere: 2,5/5
Unterhaltung/Spannungswert: 2,5/5
Ideenreichtum: 3/5
Tiefgründigkeit: 2,5/5
Bildungswert: 2/5
Lesetempo: 3,5/5

Punktzahl insgesamt: 27/50



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen