Donnerstag, 21. Mai 2015

Heart. Beat. Love. - James Patterson {Buchrezension}

Titel: Heart. Beat. Love.
Originaltitel: First Love
Autor: James Patterson
Verlag: dtv Verlag
Genre: Jugendroman/Road Trip
Seitenzahl: 320 Seiten
Gebundene Ausgabe: 16,95€
E-Book-Ausgabe: 14,99€
Altersempfehlung: 14-16 Jahre
Erscheinungsdatum: April 2015









Axi und Robinson sind ganz besondere Freunde. Auf einer Krebsstation haben sie sich kennengelernt und viel zusammen durchgestanden. Axis Mutter ist vor sehr langer Zeit verschwunden und ihr Vater hat seitdem ein starkes Alkoholproblem. Irgendwann platzt Axi der Kragen und sie will einfach nur noch weg. So plant sie eine Reise und weiht Robinson spontan in ihre Pläne ein, denn fest steht eines: Ohne ihn fährt sie nicht.
Was die beiden Freunde auf dieser Reise alles erwartet, bleibt ein Geheimnis. Entdeckt es mit Freude, aber haltet auch Taschentücher bereit. Denn das Leben hat Zähne und es kann beißen. Manchmal auch sehr unerwartet.
Die Geschichte um Axi und Robinson entlässt mich mit einem zwiespältigen Gefühl. Obwohl es wohl eher weniger die Geschichte, sondern der Schreibstil ist, der mich so flatterhaft bleiben lässt. Leider erreichte mich das Buch nicht so, wie es sein sollte und es gab sehr viele Momente, die mich gelangweilt haben. Die Geschichte gewann nie wirklich an Fahrt und auch an sich ist es eine sehr ruhige Geschichte mit ziemlich gleichmäßigem Takt, was an sich gar nicht schlimm ist, sofern man das mag und auch andere Aspekte dabei sind, die der Geschichte an Spannung verleihen. Die Charaktere waren sehr liebenswert und hatten auch ihre kleinen Ecken und Kanten, aber trotzdem blieb alles so am Rande beleuchtet. Man konnte sich mit ihnen identifizieren, aber es wurde eben nie mehr als das. Eine richtige Verbindung auf emotionaler Ebene habe ich leider nicht oft gespürt und das ist für mich nun mal einer der wichtigsten Punkte beim Lesen eines Buches.
Ich muss aber auch positiv anmerken, dass es sehr viele wertvolle Augenblicke in dieser Geschichte gibt, für die sich die Zeit des Lesens absolut gelohnt hat. Einige Zitate sind in mein Zitatebuch gewandert und die drei, die ihr hier seht, sind Teil davon. Schon an ihnen kann man erkennen, dass der Autor durchaus etwas vom Leben versteht und sich Gedanken darüber gemacht hat, mit welchen Emotionen er seine Leser aus dem Roman entlassen will. Es gab Momente oder nun auch Aussagen, über die ich wirklich nach dem Lesen noch nachgedacht habe und ein Stück weit haben sie mich sogar wieder wachgerüttelt. Man hat oftmals nicht viel Zeit und gerade deswegen und gerade dann, sollte man sich die Zeit nehmen, etwas richtig zu genießen. Es richtig zu leben. Und auch mal etwas zu riskieren, bevor alles vorbei ist.
Was vielleicht am Ende noch anzumerken ist, wäre die Tatsache, dass es in diesem Buch auch um Krebs geht. Für Menschen, die damit nicht gut umgehen können, weil es sie aus eigener Erfahrung heraus zu sehr belastet, sollten das vielleicht vorher wissen. 
Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gefallen und es hat mir auch die ein oder andere Emotion entlockt, zweimal wurden die Augen sogar leicht feucht und der Kloß im Hals meldete sich zu Wort, aber dennoch war es für mich leider kein Highlight. Dennoch bleibt es in sich wertvoll und lesenswert für die, die etwas über das echte Leben und echte Gefühle lesen wollen, ohne hinzugefügte Actioneffekte oder ähnliche Eskapaden. (:
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 3/5
Umsetzung: 3/5
Charaktere: 3/5
Sprache: 3/5
Unterhaltungswert: 3/5
Ideenreichtum: 3/5
Tiefgründigkeit: 3,5/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 29,5/50





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