Dienstag, 7. Juli 2015

Back To Blue - Rusalka Reh [Buchrezension]

Titel: Back To Blue
Autor: Rusalka Reh
Verlag: Magellan Verlag
Genre: Jugendroman
Seitenzahl: 204 Seiten
Gebundene Ausgabe: 14,95€
Erscheinungsdatum: Januar 2015












Kid fühlt sich zuhause ganz klein und unbedeutend, denn ihre Eltern geben ihr immer zu verstehen, dass sie stört. Die große, weite Welt hingegen wirkt so einladend und befreiend auf Kid, gerade dann, wenn ihr Maxim in ihrer Nähe ist. Doch in ihrer Welt ist kein Platz für Träume, weswegen sie alles auf eine Karte setzen muss, um den Ort zu finden, an den sie gehört. Leider ist das gar nicht so einfach, denn ihre Liebe zu Maxim scheint ein Störfaktor für viele in ihrer Umgebung zu sein. 
Und dabei braucht sie ihn doch für ihr Glück.
Dieses Buch verspricht, was es hält. Eine schöne kleine Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichte eines jungen Mädchens, das gerne ausbrechen will, doch erst durch die Zuneigung anderer Menschen bemerkt, dass es bei ihr zuhause gar nicht so läuft, wie es sein soll. Kid ist ein Mädchen voller Träume, doch merkt man beim Lesen ihres Tagebuches auch schnell, dass sie diese gar nicht wirklich zulassen kann. Sie hält sie im Zaum, so wie ihre Eltern Kid in Ketten legen. Sie behandeln sie schlecht, nehmen ihr weg, was ihr lieb ist und zeigen ihr, wie schlimm es doch ist, dass sie überhaupt existiert. Rusalka Reh hat hier ein Buch geschrieben, das einen durchaus berührt und den Kopf schütteln lässt. Man beißt sich vielleicht mal auf die Lippe oder saugt scharf die Luft ein, weil man nicht fassen kann, was gerade passiert oder man bemerkt, dass Kids Traum gerade wieder kurz vor'm Platzen ist. Es ist eine sehr ruhige Geschichte, die dennoch einen ganz eigenen Sog auf den Leser ausübt. Man will wissen, wie es weitergeht mit Kid und Maxim und mit den Plänen, die sie haben und sich ausmalen. Man fühlt mit ihnen, auch wenn eine gewisse Distanz bestehen bleibt, trotz dass man das Tagebuch von Kid vor sich liegen hat, was alles offenlegen sollte. Aber so ist es eben im richtigen Leben auch. Nicht alles, was einen betrifft, findet sich im eigenen Tagebuch wieder. Ein ordentliches Bild von einem Menschen kann man sich dadurch wohl nicht immer machen. Kid allerdings scheint ein tolles Mädchen zu sein. Leider blieb sie bei dem ganzen dann letztendlich doch etwas zu blass. Aber lieblich waren die Charaktere allemal, wenn man von den Übeltätern in der Geschichte mal absieht. 
Die Sprache war ab und an etwas gewöhnungsbedürftig, andererseits war sie zwischendurch aber auch schon sehr poetisch. Es war eigentlich eine interessante und gute Mischung aus beidem, was den jugendlichen Lesern gefallen könnte. Immerhin ist es wohl teilweise ihre Sprache und noch dazu können sie ein bisschen was dazulernen. Sowieso, denn auch einiges Wissenswertes gibt es in dem Buch zu erfahren, was ich der Autorin auch sehr hoch anrechne. Super gemacht!
Aufmachung: 3/5
Idee der Geschichte: 3,5/5
Umsetzung: 3,5/5
Charaktere: 3/5
Sprache: 3/5
Unterhaltungswert: 3,5/5
Ideenreichtum: 3/5
Tiefgründigkeit: 3,5/5
Bildungswert: 4/5
Tempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 31/50





1 Kommentar:

  1. Das Buch hört sich echt super interessant an! Muss ich mir bei Gelegenheit mal anschauen :)

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