Montag, 27. Juli 2015

Der Ozean am Ende der Straße - Neil Gaiman {Buchrezension}

Titel: Der Ozean am Ende der Straße 
Originaltitel: The Ozean at the end of the lane
Autor: Neil Gaiman
Verlag: Eichborn Verlag
Genre: Belletristik
Seitenzahl: 240 Seiten
Gebundene Ausgabe: 18,00€
E-Book-Ausgabe: 13,99€
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
Ein Teich am Ende der Straße, der für Letti Hempstock ein Ozean ist, ein Tor in eine andere Welt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Ein Roman über Vertrauen und Freundschaft wundersam und poetisch erzählt.

Das Buch beginnt mit einem sehr ruhigen und harmonischen Schreibstil. Neil Gaiman entführt einen sofort mit einem gewissen Sog in eine ganz andere Welt. In die Gedankenwelt und Kindheitswelt eines mittlerweile erwachsenen Mannes. Von Geheimnissen umwoben fließen die ersten Zeilen und Kapitel nur so unter den Augen weg. Deswegen hat mir die Geschichte auch anfangs ganz gut gefallen. Leider blieb das in meinem Fall nicht lange so. Der Schreibstil war mir nach einer Zeit zu monoton. Er war zwar schön, aber langweilig. Es blieb immer gleich, immer der gleiche Rhythmus, immer das gleiche Tempo, immer der gleiche Klang. Es gab zwar einen Ton, aber keine Melodie. Eins griff ins andere über, ohne sich zu verändern und wieder zusammenzufinden. Es blieb eben einfach so, wie es war. Für mich war das leider nicht spannend genug. 
Es muss nicht immer etwas Großartiges passieren, aber der Schreibstil sollte schon ab und an einen Schwung bekommen, etwas Neues zeigen, den Leser dazu bringen, weiterlesen zu wollen. Das blieb bei mir hier leider aus, auch wenn diese einzigartige Magie von Gaimans Schreibstil durchgehend da war. Mir reichte das nicht aus, um mich zu fesseln. Ein schöner Ton wird eben langweilig, wenn nicht irgendwann ein Lied draus wird.
Die Geschichte an sich war ganz interessant, aber irgendwie blieb auch da was aus. Ich hätte mir bei der Auflösung einfach mehr erwartet. Irgendwie führte mich der Schreibstil auch in eine etwas andere Richtung. Mag auch daran liegen, dass ich mit der Zeit Probleme hatte, wirklich zuzuhören, denn das Hörbuch habe ich nebenher auch angehört, und beim Lesen wirklich da zu sein. Die Gedanken schweiften des Öfteren an, weil mich die Fesseln und der Sog leider bereits zu Anfang wieder losgelassen haben. Schade. Aber manch anderen Lesern wird das Buch etwas geben können, da bin ich mir sicher. Potenzial hat es, ich war nur nicht die richtige Leserin dafür.

Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 3/5
Umsetzung: 2,5/5
Charakter: 2,5/5
Sprache: 3/5
Unterhaltungswert: 2/5
Ideenreichtum: 3/5
Tiefgründigkeit: 3/5
Bildungswert: 2,5/5
Tempo: 3,5/5

Punkzahl insgesamt: 29/50




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen