Mittwoch, 29. Juli 2015

Kein Ort ohne dich {Filmrezension}

Titel: Kein Ort ohne dich
Originaltitel: The Longest Ride
Hauptdarsteller: Scott Eastwood, Britt Robertson, Jack Huston
Regisseur: George JR. Tillmanns
Genre: Liebesdrama
FSK: 6
Spieldauer: 128 Minuten
Studio: Twentieth Century Fox
DVD-Preis: 14,99€
Blu-ray-Preis: 16,99€
Erscheinungstermin: 03. September 2015 



Luke, ein ehemaliger Rodeo Champion, plant sein Comeback, als er die kunstbegeisterte College Studentin Sofia kennenlernt. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Sofia hat ein Jobangebot in New York und wird North Carolina schon bald wieder verlassen. Während beide versuchen ihre Karrieren und die Liebe unter einen Hut zu bringen, begegnen sie Ira, einem 91jährigen Mann, der eine wunderschöne Geschichte zu erzählen hat. Iras Liebe zu seine langjährigen Frau Ruth und die ganz und gar nicht einfache aber am Ende doch glückliche Beziehung der beiden, gibt Luke und Sofia Mut für ihre eigene Liebe zu kämpfen. 

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass der neue Nicholas Sparks Film mich so sehr berühren würde. Wenn man mal davon absieht, dass Cowboys genau mein Ding sind und ich auch für Kunst ein bisschen was übrig habe, ist der Film nicht gerade in meinem bevorzugten Genre angesiedelt. Trotzdem hatte ich das Bedürfnis nach Liebe und Herzschmerz und ein wenig Hoffnung, und da war 'Kein Ort ohne dich' die absolut richtige Wahl. 
Berührend von Anfang an, authentische Charaktere und Geschichten, die alle die Bahn- und Talfahrten durchmachen, die wir auch von unserem eigenen Leben her kennen. Es könnte immer wieder mies ausgehen, aber man klammert sich an die Hoffnung und irgendwo ja auch an das Stück Wissen, dass man hat, wenn man Nicholas Sparks kennt. Auch wenn es traurig ist und die Leser sowie die Zuschauer viele Tränen kostet, geht es am Ende doch meistens gut aus. Aber der Weg dorthin ist gepflastert von Emotionen, die in die verschiedensten Richtungen gehen. So auch hier.
Ira ist ein wunderbarer alter Mann, dessen Geschichte einen wirklich mitreißt und man fühlt so mit ihm mit. Ruth ist eine tolle Frau, die ihre Wünsche und Ansprüche ans Leben stellt und genau weiß, wo sie hin will. Doch Ira geht irgendwann in den Krieg und das Liebesglück wird vor eine harte Probe gestellt. Vor einer solchen Probe stehen auch Luke und Sofia ganz schnell, denn die beiden kommen aus verschiedenen Welten, die sich nur schwer miteinander vereinen und verbinden lassen. Als Luke das Reiten nicht aufgeben will, obwohl er dabei sein Leben riskiert und Sofia New York für ihn sausen lässt, flüchtet diese sich weiterhin zu Ira und dessen Geschichte. Denn auch dort gab es damals Probleme, die zuerst einmal unüberwindbar schienen...
Eine Geschichte, die alleine grob zusammengepfercht schon wirklich wunderschön klingt. Wunderschön vor allem, weil sie alles beinhaltet, was das Leben ausmacht. Es ist ist nicht immer einfach und nicht immer schön, aber manchmal muss man etwas riskieren, Opfer bringen, um ans Ziel zu gelangen. Ab und an muss man sich eingestehen, im Unrecht zu sein, seine Prioritäten neu setzen und auf Dinge verzichten, die eigentlich unverzichtbar scheinen. Die Liebe ist genauso groß und komplex wie das Leben. 
Ein absolut sehenswerter Film, den ich getrost weiterempfehlen kann. Zumindest jeder Frau. Wie es den Männern bei diesem Film ergehen wird, ist schwer zu sagen. Kitschig ist er nicht, aber dennoch sehr gefühlsbetont, emotional, tiefgreifend und daher vielleicht immer noch auf einer Ebene, die Männer nun nicht gerade bevorzugen. Allerdings wäre es einen Versuch wert. Denn jeder Mensch, egal welchen Geschlechts, sucht doch eigentlich nach der Liebe. Nach dem einen Menschen, mit dem er sein Leben teilen kann. Und zu sehen, dass nicht alles selbstverständlich und einfach zu haben ist, hat noch keinem zu sehen geschadet.

Story: 4,5/5
Atmosphäre: 5/5
Schauspiel: 5/5
Schauplatz: 4/5
Synchronisation: 5/5
Ideenreichtum: 4,5/5
Emotionen: 5/5
Spannung: 4/5
Tiefgründigkeit: 4,5/5
Bildungswert: 4/5 



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