Donnerstag, 15. Dezember 2016

Die Gestrandete - Alexander Maksik

Von Anfang an irgendwo emotional, der Schreibstil hält einen im Grunde eigentlich distanziert vom Charakter und dennoch zugleich fühlt man sich dem Geschehen viel zu nah. Es bedrückt einen sofort, die Stimmung ist absolut greifbar und die Dinge, die auf diesen Seiten bisher passiert sind, berühren tief. Der Schreibstil ist gekonnt, in seiner minimalistisch scheinenden Art sehr poetisch. Mit der Zeit wird die Atmosphäre immer dichter, immer bedrückender, immer bedrohlicher. Jaqueline, der Hauptcharakter, kommt uns immer näher, ebenso wie ihre Vergangenheit, der wir während des Lesens immer auf den Grund gehen wollen. Dass dieses junge Mädchen viel erlebt hat, ist klar. Aber versprechen kann ich eins: Die Auflösung ist schlimmer als das, was man sich vorstellen kann.
Man braucht Zeit, um zwischendurch innenzuhalten.

Manko für mich persönlich:
Zu viel Gott und Gespräche mit Eltern, die gar nicht da sind. Das ist nicht so mein Fall, ist aber alles Geschmacksache.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen