Samstag, 21. Januar 2017

Dein Leuchten - Jay Asher

Dieses Buch hat mich während seiner Geschichte oft in zwei Teile gespalten. Zum einen fand ich das Buch ziemlich einseitig und öde und bis auf typische Teenie-Gespräche á la 'ich date den und den Typen, aber zusammensein möchte ich mich ihm nicht, weil...', war da jetzt nichts vorzufinden. Und das animierte nicht gerade zum Weiterlesen. Da ich aber das Cover sehr mochte und das Buch ungern wieder verkaufen wollte, ohne zu wissen, was alle an dem Buch so lieben, habe ich es dann doch durchgezogen.
Leider bin ich am Ende immer noch der Meinung, das dieses Buch - zumindest in dieser Form - nicht zwangsläufig hätte geschrieben werden müssen. Es ist im Grunde eine süße Geschichte und sie zeigt auch durchaus Potenzial, aber meiner Ansicht nach, hat der Autor es verbockt.
Es ging durchweg nur um verkaufte Weihnachtsbäume. Das waren allesamt langweilige Stellen, die man gut und gerne hätte überspringen können, ohne etwas Entscheidendes von der Story zu verpassen. Ungefähr 150 Seiten hätte man locker überspringen können. Immer wieder ein paar zwischendurch.
Das, was mir an diesem Buch durchaus gefallen hat, waren die Dialoge zwischen Hauptperson Sierra und ihrem Auserwählten Caleb. Die beiden harmonierten recht gut miteinander und die Gespräche zwischen den beiden waren super. Es gab immer einen tollen Schlagabtausch und sie haben sich geneckt und man hat gespürt, dass die beiden sich gern haben.
Zum Ende hin wurde die weihnachtliche Atmosphäre dann etwas angenehmer spürbar und nicht so aufgezwungen durch diese ganze Weihnachtsbaumstory, die sich da so durchschlängelt.
Beim Finale hab ich dann schon ein klein wenig mitgefiebert und hatte auch eine Szene vor Augen, die mich letzten Endes recht zufrieden zurückgelassen hat. Aber mit dem Rest des Buches bin ich leider nicht im Einklang.

Dennoch möchte ich betonen, dass es keinesfalls eine schlechte Geschichte ist. Ich finde, sie hat wirklich Potenzial und man hätte sie durchaus anders, vielleicht etwas spannender, schöner gestalten und schreiben können. Gerade, wenn man bedenkt, dass Caleb so eine 'schlimme' Vergangenheit hat, hätte man da mehr einbauen können, was es den beiden schwer gemacht hätte. Und damit meine ich kein Hin und Her und nicht wissen, ob das alles so gut ist, sondern explizite Situationen, in denen man nicht gewusst hätte, ob Caleb nun wirklich eine böse Seite hat! Das hat mir da wirklich gefehlt. Im Grunde hatte dieser Teil der Story für mich kaum eine Berechtigung, da es zwar gut integriert war und abgehandelt wurde, aber irgendwie hätte man das gar nicht gebraucht, da die Entscheidung von Sierra  ohnehin von vornherein klar war.

Ingesamt beinahe weniger als mittelmäßig, was mir bei dem Autor leider schon einmal passiert ist, dennoch eine süße Geschichte, die vielleicht Mädels und sogar noch Jungs im Alter von 12-16 ganz gut gefallen könnte. Darüber hinaus kann ich leider nicht mehr ganz die Euphorie zur Geschichte nachvollziehen.

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