Mittwoch, 18. Januar 2017

Der kleine Lord - Frances Hodgson Burnett

'Der kleine Lord' ist eine schöne Geschichte, die wir wohl alle aus dem Fernsehen und der Weihnachtszeit kennen. Nun habe ich zum ersten Mal das Buch gelesen und muss sagen, es hat mir nur mittelmäßig gefallen.
Was ich an der Geschichte schön fand, waren zumal die Dialoge und auch der Schluss, der wirklich gut geschrieben war, emotional war und man konnte als Leser wirklich sehr mitfühlen und hatte große Emotionen.
Ansonsten aber hatte mir der Stil, wie auch der Verlauf der Geschichte, nicht viel geben können. Die Erzählweise der Autorin war nicht so ganz meins, langweilte mich teilweise sogar und wie man dieses Buch als Kinderbuchklassiker verkaufen kann, ist mir auch nicht ganz bewusst geworden. Hätte ich dieses Buch als Kind gelesen, ich hätte es entweder nicht verstanden oder wenn ich dafür bereits alt genug gewesen wäre, diese altertümliche Sprechweise aufzunehmen, dann hätte sie mich dennoch gelangweilt. Das Buch war weder fesselnd noch in irgendeiner Form spannend. Natürlich ist dies eine ruhige Geschichte, doch erwartete ich mir etwas mehr als pure Idylle und Herzhaftigkeiten. Mir fehlte da ein Stück Drama in der Geschichte, das mich von Kapitel zu Kapitel bringt.
Trotz allem gab es daran natürlich auch etwas Positives, denn Cedric ist natürlich ein ganz wunderbarer Junge, dem man recht gern durch die Geschichte folgt und es ist einfach ein Buch zum Wohlfühlen. In die stille Weihnachtszeit passt es daher sehr gut.
Insgesamt ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Dennoch bin ich der Meinung, dass man zumindest wissen kann, worum es geht, doch dabei vielleicht lieber auf den Originalfilm zurückgreift, der noch in schwarzweiß gedreht wurde und auf Youtube beispielsweise kostenlos zu Verfügung steht.

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