Donnerstag, 20. April 2017

100 Stunden Nacht - Anna Woltz

Das Buch hat mir vom Klappentext her etwas völlig anderes vermittelt. Allein schon, dass das Hauptthema erst in der Mitte des kurzen Buches beginnt, hat mich schon etwas gestört. Aber als das ganze Szenario dann auch noch relativ schnell wieder vorüber war und es gar nicht so extrem ausgeführt wurde, wie ich mir erhofft hatte, hat mich dann echt enttäuscht.
Es gab zwischendurch Ansätze eines tiefgründigeren Gesprächs zwischen irgendwem, aber wirklich ausgeführt wurde da selten etwas. Allgemein fand ich auch, dass die Sprache wirklich zweierlei war. Zum Einen war der Schreibstil unglaublich gut leserlich, schnell, flüssig, anders. Aber dann gab es auf der anderen Seite diese bescheuerte Jugendsprache, die mich oftmals gestört hat. Für mich war's übertrieben und ich finde nicht, dass man Jugendlichen in Büchern auch noch eine solche Gossensprache beibringen sollte, sondern gerade mit Geschichten an ein vernünftiges Deutsch appellieren, das überall vorzeigbar ist. Mag sein, dass ich da etwas penibel bin, aber gerade heutzutage finde ich es wichtig, der Gossensprache etwas entgegenzusetzen.
Ansonsten würde ich das Buch auch eher der Altersklasse 14-18 empfehlen. Für mich hatte es nicht viel übrig. Das einzig Gute daran war der leichte Schreibstil, der das Buch sehr schnelllebig und flüssig gemacht hat. Denn auch die Charaktere waren mir leider unsympathisch. Sogar alle bis auf einen. Und das bei mindestens vier präsenten Menschen während der gesamten Handlung.
War wohl einfach nicht mein Buch. Am Thema vorbei hätte man in der Schule gesagt und so fühlte sich das Buch für mich irgendwie an. Von Wirbelsturm Sandy gab es mir da zwischen endlosen Belanglosigkeiten zu wenig und allgemein auch viel zu wenig Ernsthaftigkeit bei dieser Thematik. Man hätte mehr daraus machen können, auch im Jugendbuch.

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