Montag, 12. Juni 2017

Der Glühwürmchensommer - Gilles Paris

In diesem Buch begleiten wir einen neunjährigen Jungen mit seiner Familie, in der es derzeit zwei Mütter gibt, in ihren Sommerurlaub in der Provence. Er träumt davon, dass seine Eltern wieder zusammenkommen, da sie sich noch lieben und eher durch fehlendes Können als Wollen nicht mehr zusammen leben. In der Provence ereignet sich dann etwas Seltsames und Magisches, was ungeahnt mit seiner Familie verbunden ist...

Eine nette Geschichte, die leider keinen allzu bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Die Sprache war flüssig und für einen neunjährigen Erzähler erwachsen und reif und tiefgründig. Es gab ein paar Stellen, die ich mir markiert habe, weil sie schöne Überlegungen enthielten, aber ansonsten war der Schreibstil für mich bloß ruhig und samtig. Es ist ein Wohlfühlbuch, in dem nicht sehr viel passiert und relativ viel Wert auf das Gefühlsleben des Jungen und eben die Erlebnisse gelegt werden. Man erfährt einiges drumherum und über ein paar Menschen, die eine mehr oder minder große Rolle in der Geschichte spielen.
Doch letztendlich bemerkte ich immer wieder, dass es sehr viele Stellen im Roman gab, die man hätte getrost weglassen können, ohne von der eigentlichen Story etwas Wichtiges zu verpassen. Das hat mir nicht gefallen, da es sich auch während des Lesens für mich bereits als plätschernd und langweilig herausstellte. Vieles kam mir einfach irrelevant vor.
Dennoch hatte die Kernaussage etwas Tolles und auch der Hauptanteil der Geschichte war wirklich eine nette Idee. Was daraus entstanden ist, konnte mich dann leider nicht begeistern.
Dennoch würde ich das Buch Menschen empfehlen können, die sich gerne in einer stillen Handlung verlieren und abschalten wollen, die vielleicht einen Sommerurlaub herbeisehnen und dabei ganz geschmeidig und ruhig etwas entdecken wollen.

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