Freitag, 28. Juli 2017

Das Bild - Stephen King (Rose Madder)

Ich habe es als Hörbuch gehört und muss sagen, dass die Stimme der Dame das Hörbuch sehr ansprechend gemacht hat. Wenn ich mich nicht arg täusche, war es die Synchronstimme unserer Anny Wilkes aus dem Roman 'Sie' oder auch 'Berta' aus der Serie 'Two and a half men'.
Die Geschichte begann sofort spannend und auch, wenn es nach meinem Empfinden wieder sehr viele Längen gab, hat mir das Buch doch im Allgemeinen recht gut gefallen. Da das ganze Geschehen etwas ins Surreale rutscht, fand ich es umso spannender zu sehen, was Stephen King daraus gemacht hat. Und natürlich gefällt dem Leser das, was da passiert, denn die meisten von uns werden auf Rose' Seite stehen. Das Bild, welches hier eine große Rolle spielt, ist eine interessante Sache und hebt die Geschichte wirklich von anderen ab. Lesenswert ist es allemal und spannend. Ein Tipp von mir. (:

Freitag, 21. Juli 2017

Spinner - Benedict Wells

Zu Anfang hatte ich wirklich das Gefühl, dass dieses Buch ein Reinfall wird. Ich bin nach 'Vom Ende der Einsamkeit' ein großer Fan von Wells geworden, allerdings war es das einzige Buch, das ich da von ihm kannte. Er hat ewig daran geschrieben und es scheint sein wichtigstes Werk zu sein. 
Das hier war gänzlich anders. Im Humor erkannte man ihn teilweise wieder und auch mochte ich gerade den im Buch sehr gerne. Das änderte wenig daran, dass ich die Hauptperson Jesper nicht so ganz leiden mochte. Er ist auch wirklich nicht der einfachste Mensch. Das liegt natürlich einigen Erlebnissen zugrunde, was auch durchaus nachvollziehbar ist, aber die Sympathie stellte sich dennoch erst am Ende etwas ein. 
Letztendlich war es ein nettes Buch für zwischendurch, das durchaus gute Ansätze bietet, aber nicht wirklich vom ganzen Talent zeugt, welches der Autor tatsächlich besitzt. Soweit ich informiert bin, ist dies sein erstes Werk. Wenn ja, dann merkt man es, aber es macht es nicht völlig mies. Wie gesagt, ich musste mal schmunzeln, fieberte mal mit, aber alles in allem war es mittelmäßig verfasst. Was alles andere als mittelmäßig war, sondern geradezu grandios, war die Idee an sich. Ich fand den Handlungsverlauf in Ordnung, manche Teile davon richtig toll und tiefgründig und gerade die letzten 50 Seiten machten nochmal einiges wett. Den letzten Teil fand ich echt super. 
Daher auch immer noch gute drei Sterne.

Dienstag, 18. Juli 2017

Der Mann schläft - Sibylle Berg

Dieses Buch hat mich unglaublich zwiespältig zurückgelassen. Einerseits ist Sibylle Berg unglaublich talentiert, ihre Sprache ist toll, sie hat die Macht eine unglaublich dichte und einnehmende Atmosphäre zu schaffen und dem Leser eine Stimmung aufzudrücken. Und gleichzeitig ist es in diesem Roman so, dass mir genau diese Stimmung leider nicht gefallen hat. Die Protagonistin hat weder ein gutes Haar am Leben, an der Menschheit noch an sich selbst gelassen und war zynisch, schwarzmalerisch, negativ und einfach verbittert. Sie war in einer endlosen Traurigkeit gefangen, einem Gefühl, das hinter der Verzweiflung kommt, diese blinde Resignation, wenn du jeden Glauben an irgendetwas längst hinter dir gelassen hast und du einfach nur noch atmest, aufstehst, isst, schläfst, ohne einen noch so kleinen Sinn darin zu sehen.
Das war ungeheuer anstrengend, selbst wenn Sibylle Berg damit eine Art Kunst geschaffen hat. Für mich war's zu viel. Es hat mich erdrückt, auf jeder einzelnen Seite. Und somit habe ich auch mit jeder Seite gekämpft. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass die Autorin ein großes Talent hat und dass sicher eines ihrer anderen Werke, mir mehr zusagen könnte. Daher werde ich ihr in Zukunft auf alle Fälle noch mal eine Chance geben, auch wenn ich weiß, dass Sibylle Berg wohl in jedem Buch so ihre negativen Ansichten einfließen lässt. Mit vielen Gedankensträngen traf meine Meinung aber auch überein und das war ganz nett. Doch letztlich war's eben immer zu viel Schwärze, zu viel Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Dennoch literarisch ein sehr hochwertiges Werk.

Sonntag, 16. Juli 2017

Paris ist immer eine gute Idee - Nicolas Barreau

Am Anfang hielt ich das Buch für ziemlich talentfrei. Die Sprache war zwar nicht schlecht, aber irgendwie konnte mich kein einziger Satz des ersten Kapitels auch nur ansatzweise packen. Doch ich gab dem Buch noch zwei-, dreimal eine Chance, weil ich es von meiner Mutter geschenkt bekommen hatte und ich es definitiv lesen wollte. Irgendwann. Jetzt, nach ein paar Jahren womöglich schon, war es soweit.
Es war auch dieses Mal am Anfang sehr zäh und nicht gerade interessant, aber mit der Zeit nahm das Buch mich dann doch mit. In der Hälfte wurde es allerdings erst wirklich interessant, was bei einer relativ niedrigen Seitenzahl eigentlich zu spät ist, aber es sei dem Autoren verziehen, da er mich am Ende doch mit der Geschichte noch überzeugen konnte. Wenn auch nicht vollends.
Als dann mal das eintrat, was der Klappentext bereits andeutet, begann das Buch mir zu gefallen. Es gab tolle Charaktere, die sehr vielseitig waren und sehr unterschiedlich. Ein paar nette und amüsante und auch spannende Situationen folgten und am Ende fügte sich jedes Detail zu einer tollen und berührenden Geschichte, die einen doch sehr berührt. Wundervoll. Somit hatte sich der zähe erste Teil doch noch gelohnt. (:

Freitag, 14. Juli 2017

Meditation - Freundschaft schließen mit sich selbst - Pema Chödrön

Ein schönes und lehrreiches Buch, gerade für Anfänger natürlich sehr geeignet. Es gab schöne Aspekte, worüber man nachdenken kann und es gibt ein paar Übungen zum Ausführen, die man sich für die Zukunft merken sollte, da sie wirklich für den ein oder anderen sehr effektiv sein können.
Ich hatte eine nette Zeit mit dem Buch, muss aber sagen, dass es mich mit der Zeit nicht mehr so packen konnte. Am Anfang fand ich es noch interessanter, obwohl gerade da eigentlich das erzählt wurde, was ich ohnehin schon alles wusste. Sehr seltsam. Am Schreibstil lag es nicht, es war schön geschrieben, auch wenn ich das Gefühl hatte, das viele Sätze mehrfach wiederholt wurden. Damit blieb die Aussage immer die gleiche und ich dachte mir so: Ja, ich hatte es schon im ersten Satz verstanden. Sie drehte irgendwie die Sätze um oder nutzte andere Wörter, die aber eben am Ende den gleichen Sinn ergaben. Das ist mir stark aufgefallen.
Dennoch ein gutes Buch für Anfänger. Für alle anderen gibt es aber auch sicher Bücher, die einem tiefere Einblicke in die Meditationspraxis geben können.

Glückskind - Steven Uhly

Eine schöne Geschichte, die zeigt, wie die Zufälle des Lebens das Schicksal der Menschen verändern kann. Hat mir gut gefallen, der Schreibstil war sehr angenehm, die Charaktere waren mal anders, voller Fassetten und auch die Handlung hatte einen spannenden Verlauf. Kann ich auf jeden Fall empfehlen.

Freitag, 7. Juli 2017

Zurück ins Leben geliebt - Colleen Hoover

Colleen Hoover ist für mich eine der besten Young Adult/New Adult Autorinnen, aus einigen Gründen: Ihre Figuren sind authentisch und haben immer ihre bewegende Geschichte. Sie sind reif und doch machen sie Fehler, manchmal dumme Fehler, wie sie jeder Mensch in jedem Alter tut. Und sie schreibt angenehm und führt die Erotik sinnvoll ein, lässt sie nicht aufdringlich wirken und gibt auch der weiblichen Hauptfigur nie eine nervtötende Charaktereigenschaft, wie es in den meisten anderen Büchern ist: Grenzenlose Naivität, eine zickige Art oder einen übertriebenen Hang zum Schlampigen. Genauso wenig sind ihre männlichen Protagonisten jemals nur dumme Aufreißer, klischeemäßig und zum Augen verdrehen. Nein. Hier sind alle wundervoll. Hier und auch in den anderen Büchern der Autorin. Und dafür danke ich ihr. Sie hat Geschmack, was vielen anderen Autorinnen in diesem Genre zu fehlen scheint.
Zu dieser Geschichte kann ich nur so viel sagen, dass sie mich an drei bis vier Stellen zum Weinen gebracht hat. Sie hat mir das Herz herausgerissen und es wieder zusammengeflickt und ich habe mit diesen Menschen in diesem Buch gelitten, habe ihren Schmerz gefühlt und habe meinen eigenen mit eingebracht... Es war eine Erfahrung, dieses Buch zu lesen, auch wenn es mir nicht das geben konnte, was mir 'Weil ich Layken liebe' einst gegeben hat. Dennoch war es ein wundervolles Buch, das sehr zu empfehlen ist, wenn jemand Lust hast, eine lockere Liebesgeschichte zu lesen, die im Endeffekt so tiefgreifend ist, dass man weint. Weil es eben nicht so locker ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Christine - Stephen King

Eindeutig nicht mein liebstes Buch von King. Die Geschichte war zwar nett und unterhaltsam, aber obwohl Christine sicher unheimlich ist und vor nichts zurückschreckt, griff die Spannung hier irgendwie nicht auf mich über. Viel mehr fand ich auch, war der Fokus auf die Charaktere gelegt und das mochte ich sogar ganz gern in diesem Buch. Mir gefielen die Menschen dort, ich mochte sie, fand sie interessant und deswegen fiel es mir relativ leicht, der Geschichte zu folgen und immer dran zu bleiben, obwohl die Spannung für mich größtenteils ausblieb.
Es ist immer noch ein gutes Buch und ich bezweifle, das King jemals richtig schlechte schrieb oder schreiben wird, aber einfach nicht meins.

Wie die Luft zum Atmen - Brittainy C. Cherry

Ein Buch, das mich begeistert hat, da ich so gar nicht viel davon erwartet habe. Ich habe sehr viele gute und wenige schlechte Bewertungen gehört und doch hab ich mich von den negativen Kritiken einnehmen lassen. Ich dachte mir: Wenn das wirklich so ist, werde ich dieses Buch hassen.
Aber das war nicht der Fall. Beides nicht, denn auch das, was gesagt wurde, entspricht nicht wirklich dem Text, den ich gelesen habe. 
Ich fand dieses Buch großartig, auf seine ganz eigene Weise. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so von Emotionen sprüht, das diese tatsächlich so enorm auf den Leser - auf mich - überträgt. Ich hatte ein paar Mal Tränen in den Augen beim Lesen, habe aber auch oft gelacht, laut gelacht! Und dann habe ich einmal zu weinen begonnen, denn dieses Buch hat mir ein wenig das Herz gebrochen. Es hat mich so mitgerissen und mitgenommen, emotional wie gedanklich. Ich war wie gefangen und konnte nicht aufhören zu lesen. Ich hatte an manchen Stellen Angst, weiterzulesen, weil ich Dinge ahnte, weil ich mich vor Dingen - und vor Gefühlen - fürchtete. Es war ein Erlebnis und es ist ewig her, wenn es denn überhaupt mal so war, dass mich ein Buch so sehr verletzen und gleichzeitig doch so glücklich machen konnte. 
Der Humor war toll, die Charaktere waren super, die Storyline war voller Überraschungen und krasser Wendungen. Es war spannend, lustig, leidenschaftlich, traurig, turbulent und wunderschön. Eine wahre Leseempfehlung von mir.

Wir fliegen, wenn wir fallen - Ava Reed

Ein nettes Jugendbuch, das für die Zielgruppe sicher ganz okay ist. Leider konnte es mich nicht wirklich berühren oder mitreißen, obwohl die Grundstory richtig toll ist. Mein größtes Problem war, dass die Situationen, in die beide Charaktere geworfen werden, weil sie die Wünsche eines alten Mannes erfüllen, der der Großvater der männlichen Hauptperson ist und am Anfang des Buches bereits stirbt. Leider werden diese Momente nämlich nicht wirklich ausgefüllt. Es gibt manche Momente, die relativ lang sind, hingegen sind die meisten aber unglaublich kurz und somit gehen sie nicht gerade unter die Haut. Ich habe nun nach ein paar Tagen schon etwas Mühe, mich zurückzuerinnern. Bis auf den Anfang, das Ende und eine Passage im Dschungel und unter dem Sternenhimmel, ist mir nichts auf Anhieb geblieben und ich müsste tatsächlich nachdenken, was die beiden Menschen hier eigentlich alles erlebt haben. Schade.
Aber für Menschen, die noch im Alter der Zielgruppe sind, vielleicht viel besser und schöner und ergreifender. Das Gute an der Kürze des Buches, waren die kurzen Kapitel, welche in in Büchern immer sehr begrüße.