Mittwoch, 28. Juni 2017

Frühling in Paris - Fiona Blum

Ich hätte nicht gedacht, dass es gerade dieses Buch sein würde, das mich so begeistert. Auch, wenn es von mir keine fünf Sterne bekommt, sondern nur vier, da viereinhalb ja nicht möglich ist auf diesem Portal, ist es eines der besten Bücher, die ich gelesen habe. Natürlich möchte ich auch erläutern, warum das so ist.
Zu Anfang hat mich dieser Schreibstil an Filme wie 'Die fabelhafte Welt der Amélie' erinnert, in denen es einen Sprecher gibt, der die Geschichte erzählt. So ähnlich klang die Sprache in diesem Buch für mich. Den französischen Charme hat das durch den Vergleich mit dem oben genannten Film natürlich schon mal unterstützt, aber auch abgesehen davon, klang es wie im Film - aber wunderschön.
Je länger ich las, umso mehr hat sich dieses Gefühl natürlich verflüchtigt und man gewöhnte sich daran, doch was blieb, war dieser subtil romantische Unterton, der das ganze leicht, aber atmosphärisch machte, träumerisch und trotzdem noch auf dem Boden der Tatsachen. Man fühlte sich getragen von den Worten und man konnte wie von einer Wolke aus, hinab auf Louise Barclay schauen, die ihr kleines Café in Paris eröffnet und damit die Menschen um sich herum berührt, obwohl dies gar nicht in ihrer Absicht lag.
Die Geschichten der einzelnen Personen in dem Buch sind allesamt so unterschiedlich und doch verbindet sie alle eins: Ein großer Traum, der geplatzt ist oder sich einfach in Luft aufgelöst hat.
Doch dieser Roman erzählt nicht nur von Träumen sondern auch von dem Leben, der Liebe, dem Tod, dem Verlust, vom Neubeginn, von Wegen, die man gehen muss, von Entscheidungen, die gefällt werden müssen, von Freundschaft und Ängsten, von Erinnerungen und Leid und von einem Lächeln, das andere wieder aufwecken kann.
Dieses Buch war wundervoll. Und ich würde mir wünschen, dass es jeder liest.

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